Glaubt man den Historikern und Forschern, war ein Brei aus Getreide (Hafer, Weizen, Gerste oder Hirse, ...), das vorher mühselig von Hand in stundenlanger Arbeit gemahlen werden musste, das Grundnahrungsmittel der Alamannen. Aus diesem Grund nahm die Arbeit auf dem Acker wohl auch eine bedeutende Rolle in ihrem Leben ein.
Morgens aß man diesen Brei und auch abends… oder Gemüsesuppe mit auf Tontellern gebackenen Brotfladen. Der Brei wurde manchmal dadurch verbessert, dass das Getreide vor dem Mahlen geröstet wurde. Bei festlichen Gelegenheiten und in wohlhabenden Haushalten wurde er durch Butter, Sahne oder Quark verbessert, zuweilen gab es zudem Ansätze, den Getreidebrei mit Nüssen, Kräutern und Trockenfrüchten zu einer Art Müsli aufzuwerten.
Neben diesem Hauptnahrungsmittel gab es noch Küchen- und Gemüsepflanzen. So kannte die germanische Hausfrau Kümmel, Mohrrüben, Erbsen, Linsen und Mohn; auch der Spargel war bekannt und beliebt. Die meisten Obstsorten von heute gab es damals ebenso – in wildwachsender Form, also mit viel kleineren Früchten als heute.
Die Milch als kostbares Nahrungsmittel trank man, oder die Frauen verarbeiteten sie zu Butter, Käse und Quark. Fleisch von Rindern, Schafen oder Wildtieren gab es nur selten.