mashART – Alamannen von Rhî-Ems, Kulturverein


 
   

Ask-Alamannen

Die Gruppe Ask bietet alamannische Kulturdarstellung auf der Basis archäologischem Fundmaterials und historischer Forschung. Sie möchten ein fassbares Bild der Germanen erarbeiten – insbesondere der Alamannen – das dazu beiträgt, dieses unbekannte Volk erlebbar zu machen.

Die Ask beschäftigen sich mit allen Bereichen, die eine Kultur ausmachen:

- Herkunft & Geschichte
- Aussehen & Tracht
- Lebensweise & Schrift
- Handwerk & Handel
- Bewaffnung & Kampfesweise
- Religion & Recht


Seit ihrer Gründung 2003 sind die Ask mittlerweile auf über 30 aktive Mitglieder gewachsen und stellen damit die größte Alamannengruppe in Deutschland.

Ziel ihrer Arbeit ist es, einer breiten Öffentlichkeit ein anschauliches und dem Stand der Forschung entsprechendes Bild der Alamannen zu vermitteln. Für politische und weltanschauliche Ideologien ist dabei kein Platz; ihnen geht es um die Überwindung falscher Vorstellungen zum Thema „Germanen“ und um die realitätsnahe und anschauliche Darstellung einer vergangenen Kultur. Deshalb verkörpert jedes Stammesmitglied der Ask ein bestimmtes fiktives „Lebensbild“ und richtet seine rekonstruierte Tracht nach der dargestellten Rolle und dem gewählten geschichtlichen Hintergrund aus.

Die Darstellungen der Ask im Verlauf durch die Zeiten, beruht auf der Absicht nicht nur einen kleinen Zeitausschnitt alamannischer Geschichte zu präsentieren, sondern die Kulturentwicklung vom 2. bis 7. Jh. n. Chr. Jedes einzelne Mitglied der Ask gibt einen präzise rekonstruierten Moment der Trachtentwicklung wieder; in der Gesamtheit können sie dadurch Veränderungen und äußere Einflüsse einprägsam vergleichen.

[ WebSite der Ask-Alamannen ]


>>> Historischer Hintergrund

Das Stammeszeichen der Ask stellt die Irminsul („mächtige Säule“) dar. Eigentlich aus späterer Zeit stammend, versinnbildlicht das Bild die Weltenesche, die im germanischen Weltbild den Kosmos zusammenhielt und mit ihren Zweigen alle Bereiche des Lebens berührte. Symbolisch steht die Irminsul für die geistigen und weltlichen Bezüge der vorchristlichen Mitteleuropäer.

Jede Dorfgemeinschaft hatte eine gemeinsame heilige Stätte, an der Feierlichkeiten, Thingversammlungen und andere gesellschaftliche Zusammentreffen stattfanden. Oft war diese Stätte durch einen besonderen Baum, meist eine Esche oder Linde, gekennzeichnet – die Irminsul.

Das Name „Ask“ beruht auf dem germanischen Wort für Esche, die in der germanischen Mythologie eine vielschichtige Bedeutung hat. So heißt der erste Mann auf Erden „Ask“ seine Frau „Embla“ (Ulme). Auch der Bezug zur bereits erwähnten Weltenesche ist zu finden. Ebenso werden Bögen, mythische Speere und Zauberstäbe aus Eschenholz gefertigt und poetisch als Ask bezeichnet. Dass sich Ask auch als Abkürzung für „Alamannisch-Suebische-Kulturdarstellung“ lesen lässt, ist eher ein praktischer Zufall.

(Quelle: www.ask-alamannen.de)


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burkharde(at)alamannen.org